Unsre Reise mit dem Camper nach Ozeanien, Asien ...

 

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Womoo Faa im Testlauf

 

Bei minus 18 Grad im Winter 2016 haben wir unseren 4WD Camper in den Alpen auf Herz und Nieren geprüft. Keinerlei Beschwerden, weder ist uns die Wasserversorgung eingefroren, noch die Heizung kollabiert ... auch bei diesen schwierigen Verhältnissen lässt sich das "kleine Monster" ohne grosse Probleme bewohnen. 

 

 

Eine gemütliche Nacht bei Frosttemperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. So haben wir uns das vorgestellt.

 

 

Es sieht nicht nur gemütlich aus ... es fühlt sich auch so an. Die Kombination von weissen HP beschichteten Verbundplatten und hellen Kirschholz scheint uns gelungen. Auch wenn der Innenwohnraum mit 3200 mm Länge und 1850 mm Breite alles andere als gross oder gar geräumig daher kommt. Mit dem T5 Camper sind wir mobil und auch auf unbefestigten Strassen sicher unterwegs. Im Weiteren war es uns wichtig, kein Gas im Camper mitzuführen. Die Heizung wird mit Diesel betrieben, gekocht wird auf einem Petroleumkocher mit Backofen und der Boiler lässt sich mit 220V (extern) und Diesel betreiben.

 

 

 

Unsere Reise:

Da stellt sich zuerst natürlich auch die Frage, ab wann beginnt eigentlich eine Reise. Ist es der Moment, wo man nach einer langen (See)reise gedankenverloren, den Kopf noch voller lebendiger Eindrücke und Bilder, klar Schiff macht, den Seesack einräumt, ein letzter sehnsüchtiger Blick vom Steg zurück auf dein Schiff ... im Alltag angekommen ... der kurze Augenblick beim Aufräumen, wo du gedankenverloren in einem alten, abgegriffenen Reiseführer blätterst, eine Melodie im Hintergrund, ein Glas Wein auf dem Tisch und das Geplauder deiner Freunde verliert sich im Raum  ... die Zweifel die dich quälen... wars das?  ... ich weiss es nicht. Irgendwann ist da eine Idee, ein Gedanke  der hängen bleibt dich immer wieder berührt und dann wird dieses ungewisse Gefühl  plötzlich ein Teil von dir und du beginnst konkrete Pläne zu schmieden ... wann beginnt also eine Reise wirklich?

 

Ozeanien, Asien, und immer weiter ... wir machen uns noch keine grossen Gedanken wohin und wie lange wir uns wo aufhalten. Eine detaillierte Planung über das nächste halbe Jahr hinaus erscheint uns nicht sinnvoll. Klar ist,  zuerst geht es für drei Monate nach Neuseeland, das sollte genügen, dass wir auch die Südinsel ausführlich erkunden können. Okay, unsere Ankunft ist etwas früh im Jahr. Frühlingsanfang, was sicher auch heisst, dass wir auf Wanderungen in den höheren Regionen teilweise verzichten müssen.

 

Von Auckland NZ wird der Camper nach Brisbane AUS mit der Agentur Seabridge (mailto:info@sea-bridge.de)  verschifft. Diese Etappe können wir erst drei Monate vor dem Einschiffen planen. Von Brisbane dann in den Süden nach Tasmanien und weiter über Perth an der Westküste hoch in den Norden und wieder zurück durch den Outback über Alice Springs ... wir werden sehen.

 

 

 

Reisebeginn:

 

Nach einer mehrtägigen Reinigungsaktion haben wir am frühen Morgen des  10. Juli 2017 "die Leinen losgeworfen" - sorry, ich brauche noch etwas Zeit mit der Terminologie - und den blitz-blanken Camper auf der Landstrasse, sprich Autobahn ...  nach Bremerhaven überführt. 

 

Wir konnten praktische das ganze Inventar (Campingausrüstung, Ersatzteilkisten, Geschirr, Pfannen, Kleider, Zelt, Rucksäcke, et cetera) mit Fahrrädern und Ersatzreifen im Camper platzieren. Bedingung; keine brennbaren Flüssigkeiten, keine Lebensmittel, Gewürze, Medikamente, alles muss seetüchtig verstaut und die Kabine sollte, für mögliche Kontrollgänge, zugänglich und einsehbar bleiben. Mit dieser Auflage hatten wir keine Probleme, wir sind es ja gewohnt, beim Auslaufen immer alles seesicher zu verstauen. 

 

Die Schiebetüre von der Kabine ins Cockpit haben wir mit einem Schloss gesichert. Die Schlüssel für den Shelter unter dem Sitz geklebt und ein Foto an die Reederei geschickt.

 

 

Die Übergabe und Abnahme des Campers bei der Agentur und die anschliessende Sicherheitskontrolle (Survey) in Bremerhaven war kein Problem ... da wir allerdings schon am Vortag unserer Ankunft in Bremerhaven starken Regen hatten, gab es einen Vermerk im Übergabeprotokoll, dass das Fahrzeug transportbedingt "leicht verschmutzt" war. Wie sich das dann in Auckland NZ bei der Einführung des Campers auswirken wird? ... mal schauen.

 

Der Camper wurde auf das Hochseeschiff Vehicles Carrier "Parsifal", der Reederei Wallenius Wilhelmsen, per RO/RO (roll on roll off) verladen.

 

Dann die Überraschung ... entgegen unserer Annahme, dass der Frachter nach dem Ablegen in Bremerhaven direkt Kurs auf  das Kap der guten Hoffnung nimmt - so stand es auf dem Hochglanz-Prospekt von Seabridge - mussten wir mit Schrecken feststellen, dass das Ding zuerst Kurs über den Nordatlantik nahm, Baltimor USA anlief um dann auf Kurs Süd entlang der Ostküste der USA  auf den Panamakanal abzudrehen.

 

Okay, die Welt, so wurde uns vor langer Zeit versichert, hat die Form einer Kugel ... die Logik hinter diesen etwas gewagten Aussage, irgendwann stösst der Vehicles Carrier mit etwas seltsamen Namen Parsifal  auch auf diesem, nach unserem Erleben,  (un)logischen" Weg auf Neusseland. 

 

Ach ja, fast hätte ich es aus lauter Aufregung über den "falschen" Lauf der Dinge vergessen zu erwähnen, Ankunft des Carriers, also der  ETA (Estimatet Time off Arrive), in Auckland NZ sollte der 21. August des Jahres 2017 sein ... so mindestens wurde es uns versichert. Man beachte meine etwas äh ... unsichere Formulierungen ... alles wird wieder gut ... ganz sicher ... sollte es nicht gut kommen, ist es noch nicht das Ende der Fahnenstange ... oder der Geschichte ... was weiss ich schon.

 

Wie pflege Philp Maloney in, die unglaublichen Geschichten des Philip Maloney, zu sagen: "So einfach ist das ... " und dieser Mann, das wiederum kann  ich euch versichern, weiss wovon er spricht.

 

 

 

Übersichtskarte

 

... ein Camper entsteht

Nun, da war zuerst mal nur Arbeit, viel viel Arbeit ... und vielleicht noch was davor, weit davor... vielleicht nur eine Idee, ein kleiner Traum... vielleicht auch ein Fernweh nach einer langen Reise. Diesmal allerdings keine Hochseereise,  sondern eine Reise auf vier Rädern, irgendwie, nun, "gefühltegrenzenlosigkeit", mal was ganz Neues ... und dann, kam da zuerst mal Arbeit, eben viel viel Arbeit auf uns zu ...

 

Die folgenden Bilder zeigen es deutlich wie aus  einen kleinen Traum etwas entstand das immer mehr Platz in unserem Herzen einnahm, und unseren Alltag immer verbindlicher bestimmte ... das "kleine Monster", ein 4WD Camper T5 gebaut von VW mit einem Shelter hinten drauf als Wohnraum von Woelcke entworfen, konstruiert und von uns in Eigenregie ausgebaut ... nein, wir hatten keinen Plan, aber viel Ideen und etwas  Erfahrung nach einem Ausbau einer Hochseeyacht.

 

 

 

Der Ausbau haben wir in etwa drei Monaten (Sommer 2015) geschafft. Auch wenn ich in der einen oder anderen Situation, sagen wir mal, an die Grenzen meiner körperlichen und mentalen Leistungsfähigkeit gekommen bin, es hat wirklich viel Spass gemacht. Ich liebe solche Projekte und wenn dann das Resultat noch gefällt, es sich in der Praxis bewährt hat, nun, dann ist die Freude umso grösser.

 

Technische Angaben:

Volkswagen VW T5 Transporter 4WD, Dieselmotor 103 KW, Krafstofftank 80l und 50l, Bereifung AT R16/70/235, Zulassung Gesamtgewicht 3500 Kg, Radstand 3400 mm, Hinten Vollluft-Federung, Vorne Seikel Federung mit Höherlegung, Dieselvorfilter Bosch mit Sichtglas, Unterfahrschutz Alubleche für Motor und Getriebe, Differentialsperre, LED - Fernscheinwerfer, 1 Reserverad.

 

Abmessungen:

Gesamtlänge 5800mm, Breite 1900 mm, Höhe 2900 mm, Innenmasse Länge 3200 mm, Breite 1840 mm, Höhe 1850 mm, Shelter Wände und Dach 30 mm mit 2mm GFK Verbundplatten von Woelcke, 4 EW3 Kippfenster Doppelverglasung, 1 Outbond Dachfenster alle Fenster mit Insektenschutz und Verdunklungsrollo.

 

Energie:

Starterbatterie 80 Amp., Bordbatterie Lithium 140 Amp. mit Trennrelais, Solaranlage 2 mal 100 Wp mit Laderegler, Wechselrichter 1600 W, 220 Volt Anlage mit FIS Sicherung, 220 V Ladegerät, 12 V LED Lampen mit Aussenlampe, Dieselheizung von Webasto Dual Top 8, 2 Flammen Petrolofen mit Backofen von Bertschi-Petrol, 

 

Wasserversorgung:

12V Druckwasserpumpe, Total 210l Wassertank aufgeteilt in drei Sektoren a 70l, Wasserfiltersystem Famous Keramik/Kohlefilter, Aussen- und Innendusche mit warm und kalt Mischer, Wasserboiler 220V/Diesel betrieb.

 

Wohnkomfort:

Kompressor - Kühlschrank Cool Matic CRD 50l, Thedford WC- Kassette C 403 L, Duschwanne mit Teakrost im Eingangsbereich, Fenster/Türe Moskitonetze, Bett 1400 mal 1850, chr.st. Spülbecken in der Pantry und Aussendusche mit warm/kalt Mischer, , 3 220V und 1 12 V Steckdosen.

 

 

Wichtige Adressen für die Planung:

Agentur Verschiffung:     www.sea-bridge.de

Carnet de Passage:        TCS Touring Club Suisse, Geneve

Reiseplanung/Visa          www.globetrotter.ch

 

Camper Autark T5          www.woelcke.de